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Grundsätzliches:

Alle Teilnehmer beteiligen sich auf eigene Gefahr und Risiko. Die Organisatoren übernehmen keinerlei Haftung für etwaige Schäden und/oder Folgeschäden und können daher nicht haftbar gemacht werden. Jeder Teilnehmer ist für seine Fahrweise und die Einhaltung der verkehrsrechtlichen Bestimmungen verantwortlich. Im eigenen Interesse und zum Schutz aller Teilnehmer ist ein verkehrstüchtiges Fahrzeug und das Tragen eines Sturzhelmes Pflicht.

Fragen und Antworten zu den Alster-Roller Ausfahrten.
Was passiert, wenn es am Tag der Ausfahrt regnet?

Informationen zu Ausfahrten bzw. kurzfristigen Änderungen findest Du aktuell auf dieser Homepage.

Kann ich mit dem Motorrad teilnehmen?

Jede Art und jede Marke von Motorrad/Motorroller (auch VESPAS ab 125ccm sind gern gesehen).

Tanken?

Alle Teilnehmer erscheinen pünktlich und vollgetankt (die Maschine, nicht der Fahrer!) am vereinbarten Treffpunkt.

Grundsatz: Tankt einer, tanken alle. Das Gruppenmitglied mit den geringsten Tankintervallen gibt damit die Tankfrequenz vor.

Pausen?   

Nutzt die Pause, um dem Tour-Guide eine Rückmeldung zu Fahrstil und Geschwindigkeit zu geben und sagt auch ruhig, wenn Euch das Tempo zu schnell ist. Der Tour-Guide nimmt sich dieses Feedback zu Herzen um seinen Fahrstil entsprechend anpassen.


Teilnahme an Veranstaltungen/Ausfahrten der Alster-Roller

Wir möchten darauf hinweisen, wer an Veranstaltungen/Ausfahrten teilnimmt ist mit der Publikation der Bilder auf denen er selber als Person oder sein Fahrzeug abgebildet wird einverstanden.

Erläuterung:

Das Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (KunstUrhG), das gem. §23 kein Verstoß vorliegt an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben, oder auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen.


 

Während der Fahrt
Auf eigene Gefahr und Risiko

Bitte während der Fahrt die Sicherheitsabstände einhalten und auch die Rückspiegel beachten. Bei technischen Pannen unterwegs: Blinker & Handzeichen, an den Fahrbahnrand fahren. Nach Möglichkeit das Fahrzeug so positionieren, dass nachfolgende Teilnehmer gefahrlos vorbeifahren können. Wichtig ist, die eingenommene Position im Konvoi beizubehalten, nicht zu überholen und die Kolonne auch nicht für etwaige Rauchpausen zu verlassen. Dies ist zu Eurer eigenen Sicherheit und zum Schutz aller.

Wir wollen keine Oberlehrer sein!

Obgleich vielen Teilnehmern aus der Praxis bekannt, haben wir einige Handzeichen und Grundregeln zusammen gefasst. Obgleich die Begriffe vielleicht verschieden sind, so ist das System ein Ergebnis von jahrelanger Erfahrung von Fahrten in großen Gruppen. Wir wollen nicht belehren, sondern Eure Sicherheit während der Fahrt gewährleisten. Ebenso wie bei Fahrtechniken, gibt es auch für Handzeichen und fahren in der Gruppe unterschiedliche Lehren und Bezeichnungen.

Für unsere Ausfahrten haben wir uns auf einige überschaubare Regeln geeinigt!

 


 

Tour-Guide 

 

An der Spitze fährt der Tour – Guide!

Er kennt die Strecke, ist über alle Gegebenheiten informiert, gibt das Fahrtempo vor.

Am Ende der Gruppe fährt der „Schlussmann“! 

Er fährt mittig zum Fahrbahnstreifen und ist gesondert gekennzeichnet. Der Schlussmann ist dadurch für den Guide besser sichtbar. Er signalisiert auch anderen Teilnehmern die geschlossene Formation der Fahrzeuge.


 

Versetztes Fahren

 

Aus Sicherheitsgründen fahren wir bei Touren in versetzter Position. Der Minimum-Abstand zu jenem Fahrzeug, dass in Eurer Spur fährt, sollte nicht weniger als 2 Sekunden sein (2-Sekunden-Regel). Das Fahrzeug, welches versetzt vor Euch (am selben Fahrbahnstreifen) fährt, sollte nicht näher als 1 Sekunde sein. Ihr werdet feststellen, dass zwei Sekunden eine lange Strecke ist, speziell wenn man auf Landstraßen mit entsprechendem Tempo unterwegs ist. Dieser Abstand erscheint groß, wenn die Fahrt problemlos verläuft. Bei Gefahr sind 2 Sekunden jedoch eine sehr kurze Zeit, um diese Gefahr zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Der 2-Sekunden-Abstand ist nur eine Faustregel. Je nach Streckenverlauf werdet Ihr sicherlich den richtigen Abstand finden. Es gibt aber auch Situationen, wo es ratsam ist, den Abstand innerhalb der Gruppe zu reduzieren. Speziell im Ortsgebiet und beim langsamer fahren, kurz vor einem Stopp. So wird verhindert, dass Autos diesen Sicherheitsabstand benutzen, um sich in die Kolonne einzureihen.

Wie die Grafik deutlich zeigt, wird jeweils die andere Hälfte eines Fahrstreifens verwendet, als das Fahrzeug vor Euch. Dies verkürzt, unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes, die Konvoilänge. Es gibt dem jeweiligen Teilnehmer bessere Sicht und auch die Möglichkeit des Ausweichens vor Fahrbahnverschmutzungen, Fahrbahnschäden, etc. Nebeneinander fahren ist schön anzusehen, aber sehr gefährlich. Bei “versetztem Fahren” sieht der Vordermann, den Biker hinter ihm, besser im Rückspiegel. Der Blick des hinteren Fahrers ist frei auf die Fahrbahn vor ihm und auf eventuelle Gefahrenquellen. Bei einer (Not)bremsung kommt man – soferne beide die Spur halten können – u.U. nebeneinander zu stehen. Versetztes Fahren erlaubt dem jeweiligen Teilnehmer, speziell in Kurven, seinen persönlichen Radius zu wählen, ohne andere Teilnehmer zu gefährden oder zu behindern. Wenn die Fahrstrecke es erfordert, zum Beispiel bei Engstellen, einmündenden Auffahrten, etc. erweist sich das versetzte Fahren sehr vorteilhaft. Diese Art von Gruppenfahren ist sehr angenehm und sicher. Sie bedarf aber nicht nur die eingespielte Teamarbeit zwischen Guide und Schlussmann, sondern auch die aktive Unterstützung durch die Teilnehmer innerhalb der Gruppe. Um angenehmes, sicheres Miteinander zu gewährleisten ist es wichtig, dass die Teilnehmer innerhalb ihrer Gruppe ihre Position halten. In der Fahrstreifenmitte zu fahren, Überholen oder der Wechsel von linker Bikereihe zur rechten (oder umgekehrt) ist nicht förderlich.

Die Teilnehmer werden dringend gebeten, die eingenommene Position im Konvoi beizubehalten, nicht zu überholen und die Kolonne auch nicht für etwaige Rauchpausen zu verlassen. Dies ist zu Eurer eigenen Sicherheit und zum Schutz aller anderen Rollerfahrer/innen!

 


 

Kreuzungen und Bahnübergänge

 

Auch wenn ein Kreuzungsbereich oder Bahnübergang von einem Organisator “gesichert” ist, gilt es für die Teilnehmer, den Bereich mit Vorsicht zu befahren.

1. Niemals eine ungesichterte Kreuzung unachtsam durchfahren.

2. Niemals eine Kreuzung während einer roten Ampelphase durchfahren. Ausnahme: Eine “sichernde” Persone (z.B. Polizist oder Polizistin) signalisiert die Durchfahrt

3. Niemals darauf verlassen, “man sieht eh, dass wir eine geschlossene Gruppe sind”!

Oberstes Gebot ist, die Straßenverkehrsordnung einzuhalten. Organisatoren können Euch nur unterstützen, sie sind weder Amtsorgane noch eine Schutzmauer.

 


 

 

Anhalten bei Kreuzungen 

 

 

Wenn eine Gruppe, welche in versetzter Formation fährt, bei einer Kreuzung (oder einem Bahnübergang) anhalten muss, schließen alle Fahrzeuge auf, so dass jeweils zwei Fahrzeuge nebeneinander zum Stehen kommen. Dies reduziert die Länge der Kolonne um die Hälfte. Eine “verkürzte” Kolonne benötigt weniger Zeit, die (später freiwerdende) Kreuzung zu queren und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Gruppe zusammen bleibt. Wenn Ihr es nicht schafft, die Kreuzung zu queren, weil die Ampel schon “gelb” zeigt, haltet an.

Riskiert es nicht bei “rot” eine ungesicherte Kreuzung zu durchfahren!

Euer Guide wird die Geschwindigkeit verringern oder sogar anhalten, so dass ihr wieder zur Gruppe aufschließen könnt.

(wenn nicht nach der Marschall- Methode“ gefahren wird)

 


 


Parken einer Gruppe

 

Das Parken der Fahrzeuge in geordneter Weise, erleichtert und verkürzt die Zeit bei der späteren Abfahrt. Wenn Platz ist und das Gruppenende, gegenüber dem nachfolgenden Verkehr durch den Schlussmann gesichert ist, soll wie in der erklärenden Grafik geparkt werden. Jedes Fahrzeug fährt ein kleines Stück an seinem Parkplatz vorbei und wird dann rückwärts in Parkposition gebracht. Platz sparen, durch enges Aneinanderreihen der Fahrzeuge ist empfehlenswert, doch muss berücksichtigt werden, dass Motorräder/Motorroller, auf dem Seitenständer, etwas “breiter” werden.

Bei der Vorbereitung zu den Ausfahrten bemühen wir uns, dass alle Fahrzeuge, in Fahrtrichtung abgestellt werden können. Dies ermöglicht auch das rasche und sichere Abfahren. Bevor Ihr Euch vom Bike entfernt, vergewissert Euch bitte, dass die Gruppe nicht noch im Begriff ist “aufzurücken”. Späteres Aufrücken und “Nachschlichten” ist mühsam. Wenn Ihr Euer Fahrzeug zu früh verlasst, können größere Abstandslöcher zu den anderen Bikes entstehen. Dies vergrößert den Platzbedarf. Später ankommende Bikes müssten dann “vorgezogen” werden und bringen die Gruppenformation durcheinander.

 


 

Johannes Bohlender,

Polizeihauptkommissar der Bundespolizei a.D.

Angehöriger des HCD.*

Reibungsloser Ablauf bei Ausfahrten

mit mehr als 10 Rollern.

 

Bitte unbedingt vor Fahrantritt lesen!!

Um einen reibungslosen Ablauf mit vielen Rollern bei den Ausfahrten zu garantieren, sollte man sich entschließen, die Marschall- Methodeanderweitig auch alsHolländische Methodegenannt zu wählen.

Allen, denen diese Art fremd ist, hier einige wichtige Erklärungen:

Die genaue Route der Fahrt ist nur dem ersten und letzten Fahrer bekannt.

Der Schluss Fahrer ist durch die übergezogene (orange) Weste leicht zu erkennen.

Der erste Fahrer zeigt bei einer Abbiegung oder Kreuzung dem nachfolgenden zweiten Fahrer (das ist ein Teilnehmer) durch Handzeichen an, dass er sich an der ihm gezeigten Stelle zu positionieren hat.

Die nachfolgenden Fahrzeuge werden nun von ihm in die richtige Fahrtrichtung gewiesen.

Der Richtungsweisende Fahrer hat an dieser Stelle (Kreuzung oder Abbiegung) unter allen Umständen solange die nachfolgenden Fahrer einzuweisen, bis der letzte Fahrer (deutlich an der Weste zu erkennen) erscheint und reiht sich dann vor diesem wieder in die Gruppe ein.

Tut er das nicht, fällt die Gruppe führerlos auseinander!

Diese Methode ist seit Jahren bekannt und bewährt und wird immer dann eingesetzt, wenn mehr als 10 Fahrzeuge auf einer Tour unterwegs sind.

Achtung!

Es ist extrem wichtig für das Gelingen der Fahrt, dass der Richtungsweisende Fahrer seine Position nicht vor Auftauchen des letzten Fahrers verlässt.

Weitere, bei Ausfahrten zu beachtende Regeln und Hinweise:

Nach den verkehrsrechtlichen Bestimmungen der StVO sind Fahrten in Kolonne bei der Straßenverkehrsbehörde anmeldepflichtig und unterliegen bestimmten Sonderbestimmungen.

Unsere Ausfahrten sind meist nicht angemeldet und somit keine Kolonnenfahrten.

Wir sind also allgemeine Verkehrsteilnehmer und haben deshalb keine Vorrechte gegenüber anderen.

Wir können es uns während der Fahrt aber etwas leichter machen, wenn wir unter Beachtung des Verkehrsrechtes, zusätzlich folgende Hinweise beachten:

- Die Gruppe ist nur so schnell, wie das leistungsschwächste Fahrzeug

- Die Gruppe sollte sich seitlich versetzt (Reißverschlusssystem) und mit gebührendem Sicherheitsabstand bewegen. (Versetztes Fahren)

(Vorteil: bessere Sicht und Reaktionsmöglichkeit sowie Brems- und Ausweichweg nach vorn und rechts.

- Der Führende bewegt sich auf seiner Fahrspur möglichst mittig oder leicht links.

- Schert ein Einweiser aus dem Verband aus, bleibt der Nachfolgende dort, wo er im Reißverschlusssystem bislang gefahren ist. Ein wechseln der Position würde bis an das Ende der Gruppe unnötige Unruhe bedeuten.

- Außerorts erweitern sich die Abstände; sie werden nach vorn ausgefahren.

Wir haben keine Vorrechte, deshalb ist anderen überholenden Verkehrsteilnehmern ein Einscheren zu ermöglichen.

- Vor einer Ortschaft rückt die Gruppe von rückwärts nach vorn auf, hält aber das seitlich versetzte System (ich nenne es mal geöffnetes Reissverschlusssystem) aufrecht.

(Der Führende muss vor der Ortschaft also die Geschwindigkeit verringern).

- Vor Lichtzeichenanlagen sollte dicht und seitlich versetzt aufgefahren werden, sodass bei der grün Phase gleichzeitig zwei Roller nebeneinander anrollen können. (Anhalten bei Kreuzungen)

(Beim links oder rechts abbiegen fährt ein Roller die Innenkurve, der zweite die Außenkurve. So können bei einen Ampelphase möglichst viele Roller die Kreuzung überqueren und/oder abbiegen).

- Dies muss sich durch Beobachtung der nachfolgenden Fahrer bis nach vorn zum Führenden fortsetzen.

- Fällt ein Roller aus, hält die Nachfolgegruppe, sichert gegen den Nachfolgeverkehr, klärt einen sicheren Platz abseits der Fahrstraße für Reparatur oder Pannenhilfe auf.

- Es ist wichtig, kein Verkehrshindernis darzustellen oder verkehrsgefährdende Situationen zu bilden.

- Dies kann für den Positionsfahrer/Einweiser bedeuten, dass er ggf. länger auf die noch folgenden Rollerfahrer warten muss.

- Es ist ratsam, in einem solchen Falle einen „Info-Kurier“ bis zum Führenden nach vorn zu schicken.

Dieses Verhalten sollte bei jeder Ausfahrt geübt und beachtet werden, denn was nicht geübt wird, funktioniert meist nicht.

Was sonst noch bei Ausfahrten unbedingt beachtet werden sollte!

Eine Abfahrtszeit, wenn sie vom Führenden ausgesprochen worden ist, muss vom Zeitlimit ausreichend sein, damit alle Mitfahrer sich in Ruhe fertig machen können. (z.B: Bezahlen und Toilettengang nach einer Rast)

Die Zeiten sind dann aber von allen einzuhalten!

Mitfahrer sollten bei Zeitverzug unbedingt mit dem Führenden Verbindung aufnehmen.

Die Geschwindigkeit während der Fahrt von ca. 60 Km/h beim Führenden bedeutet, dass nach rückwärts die Geschwindigkeit sich stetig erhöht um am Vordermann dran zubleiben.

Allzeit gute Fahrt wünscht Johannes # 7135

* HCD Heinkel-Club Deutschland